BarCamp RheinMain 2019- 200 helle Köpfe, die die Welt ein bisschen besser machen

Die Verbesserung der Demokratie, Digitalisierung, Klimaschutz, New Work und die Fahndung nach geklauten Meisenknödeln – all das (und noch viel mehr) war Thema in rund 77 Sessions beim jährlichen BarCamp RheinMain am letzten Novemberwochenende in den Räumen der funkelnagelneuen, privaten Hochschule Fresenius Wiesbaden. Die 78. Session zog los und putzte die Stolpersteine im Viertel.

Obwohl es das BarCamp RheinMain schon seit zehn Jahren gibt, haben sich bei den Fans noch keine Ermüdungserscheinungen eingestellt. Aus dem Umkreis von 400 Kilometern waren rund 200 Teilnehmer – Session-Geber und Session-Nehmer – angereist, um von und mit Freunden, Bekannten und Kollegen zu lernen.

Ein Baumwollbeutel ineiner Kiste mit Äpfeln
Begrüßungsgeschenk: ein Gemüsebeutel mit Apfel

Digitalexperten trafen auf Wissenschaftler und Kulturschaffende. Vereinzelt waren auch Menschen aus Verwaltung und Finanzwesen anzutreffen. Allesamt helle Köpfe, die zusammen eine gute und inspirierende Zeit haben wollten. Natürlich gab es auch ein Spielzimmer für den mitgebrachten Nachwuchs.. Weiterlesen

Behavioural Design Policy – wie man mit Design die Demokratie abschafft

Behavioural Design Policy, Inklusive Kommunikation, die Stadt der Zukunft und ein wütender Koch. – Das alles und noch viel mehr, war Thema beim 2. Behavioural Design Camp in den Räumen der Digital-Agentur Scholz & Volkmer (s&v). Veranstalter waren s&v sowie Innovationsberater Tom Klose (supernju) und Kommunikationsdesigner Norbert Gilles (giinco) vom Verein für Netzkultur RheinMain.

Zwei Männer und eine Frau. Dazwischen eine Tafel mit Zetteln.
Norbert Gilles und Tom Klose erläutern den Session.Plan für den Open Space. Ich stehe rechts im Eck und warte bis ich meine Session vorstellen darf.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um in der lockeren Atmosphäre des Camps (vorbildliche Organisation, leckeres Essen und ein super Team im Hintergrund) meine erste Barcamp Session zu geben. Weiterlesen

Nachhaltiges und soziales Design – Eindruck der Mainzer Designgespräche 2019

Leerer Raum, vorbereitet für die Veranstaltung
Vortragssaal im Landesmuseum Mainz

Die Mainzer Designgespräche standen in diesem Jahr unter dem Motto „Sozial, ökologisch, ökonomisch – Potenziale einer nachhaltigen Design-Strategie“. – Da musste ich natürlich hin.

Design ist zwar nicht mein Business, aber wer Texte schreibt und Kommunikationskonzepte entwickelt, sollte wissen, was die Kollegen aus der Visualisierung umtreibt. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Und so begab ich mich an einem regnerischen Junitag nach Mainz ins Landesmuseum, um alte Bekannte zu treffen. Innovationsberater Tom Klose von supernju zeigte Beispiele für nachhaltiges Design. Peter Post, Geschäftsführer der Agentur Scholz & Volkmer, führte in die Ethik des Behavioural Design ein.- Tina Tunali.moderierte.

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Jede*r Dritte hat Probleme beim Lesen und Schreiben

Im Mai 2019 hat die Universität Hamburg die aktuellen Zahlen ihrer aktuellen leo-Studie, einer Studie über die Alphabetisierung in Deutschland, bekannt gegeben.

Auf den ersten Blick sieht die Zahl gut aus. Die Anzahl der funktionalen Analphabeten unter der Deutsch sprechenden erwachsenen Bevölkerung (18-64 Jahre) ist seit 2010 von 7,5 Millionen auf 6,2 Millionen zurückgegangen.

Schaut man sich die Zahlen genauer an, sind sie immer noch Besorgnis erregend. Weiterlesen

Barrierefreie Kommunikation: Bücher in leichter und einfacher Sprache

Eine große Kiste mit Büchern
Romane und Erzählungen in einfacher Sprache, Mauritius Mediathek Wiesbaden

1994 starteten in Deutschland die Bemühungen um eine barrierefreie Sprache. Denn Sprache ist bekanntlich ein wichtiges Instrument für die Teilhabe am sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Doch die ersten 15 Jahre lief es zäh.

Als ich 2009 eine Weiterbildung für Leichte Sprache machen wollte, googelte und telefonierte ich drei Tage lang bis ich endlich einen Anbieter fand.

Mittlerweile hat sich die Bewegung weiterentwickelt. Es gibt viele kleine Initiativen und Einzelpersonen, die sich dafür einsetzen, möglichst viele Menschen durch eine angemessene Sprache zu erreichen. In manchen Städten gibt es spezielle Vorgaben für leicht lesbare Verwaltungssprache und die großen Sozialverbände halten alle einen eigenen Bereich in leichter Sprache auf ihren Websites bereit.

2016 erschien der erste Duden für leichte Sprache und es gibt Broschüren, Fachbücher, Erzählungen und Romane in leichter und einfacher Sprache. Weiterlesen

Das Netzwerk Blogs50plus auf Schloss Freudenberg, dem Erfahrungsfeld der Sinne und des Denkens

Eine fröhliche Frauenrunde an einem Tisch
Blogger-Brunch in der Bibliothek von Schloss Freudenberg, dem Tor zum Rheingau am Rande von Wiesbaden. Von Links: Clia Vogel, Bo Smint, Maria Al Mana, Uschi Ronnenberg, Anja Beisiegel. Foto: Bettina Bettmann

Ich gehe nur selten zu Meet Ups und Bloggertreffen, denn die Gespräche bleiben meist auf der Small-Talk-Ebene. Einfach weil man, außer dem Bloggen selbst, keine Gemeinsamkeiten hat.

Und Kommunikation über Social Media betreibe ich ja schon beruflich. Da möchte ich mich in meiner Freizeit lieber anderen Dingen zuwenden.

Umso mehr freue ich mich dann, wenn Einladungen zu Meet Ups und Bloggertreffen mit interessanten Themen kommen. Und manchmal lade ich auch selber ein.

So wie zum Treffen der Blogs50plus im Ende Oktober auf Schloss Freudenberg. Weiterlesen

Wie plant man eine barrierefreie Veranstaltung? Ein Gastbeitrag von Kerstin Hoffmann-Wagner und Gudrun Jostes

Foto von E-Rolli.
E-Rolli. Foto: Gudrun Jostes

Die Eventberaterin, Trainerin und Speakerin Kerstin Hoffmann-Wagner kenne ich über ein Frauennetzwerk schon länger. Doch erst in diesem Jahr habe ich erfahren, was sie genau macht. Denn im Frühjahr erschien der „Atlas barrierefrei bauen“, mit ihrem Beitrag über über barrierefreien Messebau.

Ein Kapitel über barrierefreie Versammlungsstätten und Hotels stammt von Kerstins Kooperationsparterin Gudrun Jostes (Diplom-Ingenieurin sowie Fachplanerin und Sachverständige für barrierefreies Bauen). Die beiden Frauen kennen sich in diesem Thema bestens aus.

Seit 2015 beraten sie gemeinsam Unternehmen, die barrierefreie Events und Messen gestalten wollen. Obendrein bieten sie Weiterbildungen, Vorträge und Informationsmaterial rund um die Themen Inklusion und Barrierefreiheit an.

Da mich selber die Barrierefreiheit im Hinblick auf Sprache umtreibt,  fragte ich Kerstin und Gudrun, ob sie nicht einen Gastbeitrag für mein Blog schreiben wollen. Sozusagen als Ergänzung zu meinem eigenen Thema.

Im folgenden Text erfahrt Ihr nun alles über die Planung barrierefreier Events am Beispiel eines privaten Festes. Aber natürlich gilt alles, was Kerstin und Gudrun aufzählen und empfehlen, auch für alle andere Veranstaltungen.

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Die Entwicklung der Barrierefreien Kommunikation in Deutschland

Stapel Bücher zur barrierefreien KommunikationIm Herbst startet an der Uni Hildesheim ein Master-Studiengang für Barrierefreie Kommunikation. Im Rahmen dieses Studiengangs wird dann endlich auch Leichte Sprache an einer deutschen Hochschule gelehrt. Bis dahin war es ein weiter Weg.

In den USA setzte sich der Behindertenverband People First bereits in den 1970ern für eine leichte, gut verständliche Sprache ein. Doch es dauerte rund 20 Jahre bis diese Idee begann, sich in Deutschland zu verbreiten.  Weiterlesen

Einfache Sprache an der Hochschule

Tim Reckmann - pixelio.deDer deutsche Politikwissenschaftler Yascha Mounk (Dozent an der Harvard University in Boston und freier Publizist bei der New York Times), fordert in der ZEIT: „Schreibt es einfach!“

Mounk berichtet in seinem Artikel, dass Studierende in England und USA lernen müssen, einfach zu schreiben. An den Eliteuniversitäten Harvard und Princeton ist es, laut Mounk, sogar Pflicht, an einem Kurs für einfache Sprache teilzunehmen. Und der Autor betont: verständliche Sprache ist nicht nur wichtig für schwächere Studenten, sondern auch notwendiges Handwerkszeug für künftige Professoren.

Den Original-Text von Yascha Mounk finden Sie hier.

Foto: Tim Reckman/Pixelio

Workshop für soziale Einrichtungen

Logo von Wiesbaden EngagiertAuch in diesem Jahr biete ich zusammen mit meiner Kollegin Ira Krissel (aka Kari Lessír) vom Netzwerk Ariadne im Rahmen der städtischen Aktionswoche  Wiesbaden engagiert! einen Workshop an. In diesem Jahr eine zweitägige Einführung in die einfache Sprache. Meine Kollegin wird ein Kreativitätstraining anleiten.

Eingeladen sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kulturellen und sozialen Einrichtungen sowie Kitas und Grundschulen in Wiesbaden.

Um möglichst vielen Einrichtungen die Teilnahme an der Weiterbildung zu ermöglichen, finden unsere Workshops erst nach der Aktionswoche statt. Hier der Original-Text unserer Einladung: Weiterlesen