Nachhaltiges und soziales Design – Eindruck der Mainzer Designgespräche 2019

Leerer Raum, vorbereitet für die Veranstaltung
Vortragssaal im Landesmuseum Mainz

Die Mainzer Designgespräche standen in diesem Jahr unter dem Motto „Sozial, ökologisch, ökonomisch – Potenziale einer nachhaltigen Design-Strategie“. – Da musste ich natürlich hin.

Design ist zwar nicht mein Business, aber wer Texte schreibt und Kommunikationskonzepte entwickelt, sollte wissen, was die Kollegen aus der Visualisierung umtreibt. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Und so begab ich mich an einem regnerischen Junitag nach Mainz ins Landesmuseum, um alte Bekannte zu treffen. Innovationsberater Tom Klose von supernju zeigte Beispiele für nachhaltiges Design. Peter Post, Geschäftsführer der Agentur Scholz & Volkmer, führte in die Ethik des Behavioural Design ein.- Tina Tunali.moderierte.

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Jede*r Dritte hat Probleme beim Lesen und Schreiben

Im Mai 2019 hat die Universität Hamburg die aktuellen Zahlen ihrer aktuellen leo-Studie, einer Studie über die Alphabetisierung in Deutschland, bekannt gegeben.

Auf den ersten Blick sieht die Zahl gut aus. Die Anzahl der funktionalen Analphabeten unter der Deutsch sprechenden erwachsenen Bevölkerung (18-64 Jahre) ist seit 2010 von 7,5 Millionen auf 6,2 Millionen zurückgegangen.

Schaut man sich die Zahlen genauer an, sind sie immer noch Besorgnis erregend. Weiterlesen

Wegepaten – Pfleger der Wanderstrecken

Gemalter Wegweiser. Ein roter Punkt auf weißem Grund an einem alten Baum
Ein Wegweiser des Rhein-Taunus-Klubs im Nerotal, Wiesbaden. Die Pfeile auf dem Baumstamm zeigen, dass die Wanderstrecke in zwei Richtungen genutzt werden kann. Der rote Punkt auf weißem Grund ist das Logo des Klubs.

Wegepate. „Was ist das denn?“ hab ich mich gefragt, als ich die Pressemeldung des Rhein-Taunus-Klubs für ein Online Portal redigiert habe. – Nun, jetzt bin ich schlauer. Wegepaten pflegen Wanderstrecken.

Was das genau bedeutet, hat mir (und einigen anderen Neugierigen) Jörg Sobek vom Klub erklärt. Weiterlesen

Barrierefreie Kommunikation: Bücher in leichter und einfacher Sprache

Eine große Kiste mit Büchern
Romane und Erzählungen in einfacher Sprache, Mauritius Mediathek Wiesbaden

1994 starteten in Deutschland die Bemühungen um eine barrierefreie Sprache. Denn Sprache ist bekanntlich ein wichtiges Instrument für die Teilhabe am sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Doch die ersten 15 Jahre lief es zäh.

Als ich 2009 eine Weiterbildung für Leichte Sprache machen wollte, googelte und telefonierte ich drei Tage lang bis ich endlich einen Anbieter fand.

Mittlerweile hat sich die Bewegung weiterentwickelt. Es gibt viele kleine Initiativen und Einzelpersonen, die sich dafür einsetzen, möglichst viele Menschen durch eine angemessene Sprache zu erreichen. In manchen Städten gibt es spezielle Vorgaben für leicht lesbare Verwaltungssprache und die großen Sozialverbände halten alle einen eigenen Bereich in leichter Sprache auf ihren Websites bereit.

2016 erschien der erste Duden für leichte Sprache und es gibt Broschüren, Fachbücher, Erzählungen und Romane in leichter und einfacher Sprache. Weiterlesen