Jede*r Dritte hat Probleme beim Lesen und Schreiben

Im Mai 2019 hat die Universität Hamburg die aktuellen Zahlen ihrer aktuellen leo-Studie, einer Studie über die Alphabetisierung in Deutschland, bekannt gegeben.

Auf den ersten Blick sieht die Zahl gut aus. Die Anzahl der funktionalen Analphabeten unter der Deutsch sprechenden erwachsenen Bevölkerung (18-64 Jahre) ist seit 2010 von 7,5 Millionen auf 6,2 Millionen zurückgegangen.

Schaut man sich die Zahlen genauer an, sind sie immer noch Besorgnis erregend.

Mehr als 12 Prozent funktionale Analphabeten

Fast ein Drittel, nämlich 32,6 Prozent der Deutsch sprechenden Bevölkerung von 18 bis 64 Jahren (16,8 Millionen Menschen) hat Probleme beim Lesen und Schreiben. Mehr als ein Drittel dieses Drittels, nämlich 12, 1 Prozent der Deutsch sprechenden Bevölkerung von 18 bis 64 Jahren (6, 2 Millionen Menschen) gelten immer noch als (funktionale) Analphabeten.

Mit Bild, Ton, leichter und einfacher Sprache erreichbar

Vereinfacht kann man also sagen, ungefähr jeder Dritte benötigt Informationen in Bild, Ton, leichter Sprache, einfacher Sprache oder eine Kombination aus mehreren dieser Möglichkeiten für soziale, politische und wirtschaftliche Teilhabe.

Kein Zusammenhang zwischen Bildung und Lesefähigkeit

Fast die Hälfte dieser Menschen hat eine andere Herkunftssprache als Deutsch. Mehr als ein Drittel hat einen mittleren oder hohen Schulabschluss. Die Annahme, dass Bildung und Lesefähigkeit zwingend etwas miteinander zu tun haben, ist also falsch.

Einzelheiten zur Studie, könnt Ihr hier als PDF herunterladen.

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